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Natascha Kampusch Die offenen Fragen

Natascha Kampusch Die offenen Fragen

VON MANFRED SEEH, KLAUS STÖGER UND ANDREAS WETZ (Die Presse) 10.11.2006

Bereits wenige Tage nach ihrer Befreiung war von Wohlfahrtsorganisationen, Schadenersatzansprüchen und Medienprojekten die Rede. "Die Presse" recherchierte, was daraus wurde: Wenig.

Am 23. August gelang Natascha Kampusch die Flucht, am 6. September gab sie ihr TV-Interview. | (c) APA

1 Was geschah mit den Spenden, die für die von Kampusch beworbene Foundation für wohltätige Zwecke eingenommen wurden?

Das Geld - in ausländischen Medien ist von einer Million Euro und mehr die Rede - ist auf mehrere Konten verstreut. Grund: Die von Kampusch angekündigte Gründung einer Foundation, die sich wohltätig um Verbrechensopfer kümmern soll, fand noch nicht statt. Diese war ursprünglich für Mitte September geplant. Wie nun aus ihrem Umfeld zu erfahren ist, verzögere sich das Projekt deshalb, weil es ihre "zeitlichen Möglichkeiten" überschreite. Man sei jedoch bemüht, in den nächsten zwei Wochen allen Spendern einen transparenten Bericht darüber zu legen, was mit dem Geld geschehen soll.

2 Was geschieht mit dem Haus, in dem Kam pusch lang gefangen gehalten wurde?

Das Haus in Strasshof gehörte zu zwei Drittel dem durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Entführer Wolfgang Priklopil. Diese Anteile sind in die Verlassenschaft des Mannes geflossen. Ein Drittel gehört Priklopils Mutter. Im Zuge des derzeit am Bezirksgericht Gänserndorf laufenden Verlassenschaftsverfahrens hat Natascha Kampusch eine Geldforderung angemeldet. Diese lässt sich durch Schadenersatzansprüche, etwa wegen "seelischer Schmerzen", rechtfertigen. Sollte die Geldforderung anerkannt werden, könnten - sozusagen ersatzweise - Hausanteile an Natascha Kampusch übertragen werden ("Kompensation". Ziel der jungen Frau ist es, das Haus "zu sichern", wie Kampusch-Anwalt Gerald Ganzger erklärt. Es solle verhindert werden, dass irgendjemand das Haus kauft und es dann als eine Art Gruselkabinett ("Horror-Haus" führt. Diesbezüglich stünde noch ein Gespräch mit Priklopils Mutter aus.

3 Zu welchem Ergebnis haben die Ermittlun gen der Polizei geführt?

Donnerstag erklärte das Bundeskriminalamt, die Ermittlungen seien "beinahe" abgeschlossen. Es fehle lediglich noch eine für die Staatsanwaltschaft aufgearbeitete "Tatortmappe". Die Befragungen um Umfeld von Wolfgang Priklopil hätten keine Anhaltspunkte auf Mittäter oder Mitwisser ergeben. Auch den Gerüchten, wonach Kampuschs Mutter mit Priklopils Umfeld befreundet gewesen sein soll, seien die Fahnder nachgegangen. Chefermittler Gerhard Lang: "Auch hier hat sich überhaupt nichts ergeben." Einzige Ungereimtheit somit: Die Aussage jener damals 12-jährigen Zeugin, die gesehen haben will, dass zwei Personen an der Entführung beteiligt gewesen sein sollen. "Die damalige Zeugin wurde natürlich jetzt mehrmals dazu befragt. Sie bleibt dabei. Es gibt sonst aber niemanden und keine Hinweise - auch nicht durch Spuren im Keller von Priklopil -, dass eine zweite Person an der Entführung beteiligt gewesen ist", erklärt Lang. Auch Kampusch habe nie von einem zweiten Täter gesprochen.

4 Das Sozialministerium hatte angekündigt, Kampusch rasch für das erlittene Leid zu entschädigen. Was ist passiert?


Sämtliche Hilfeleistungen wurden bereits im September überwiesen. Zum einen wurde die Familienbeihilfe für den Zeitraum von 2000 bis 2006 ausbezahlt. Zum anderen machte Kampusch ihre Ansprüche nach dem Gesetz für Entschädigung von Verbrechensopfern geltend. Diese umfassen Gelder für Therapie, Verdienstentgang und Rehabilitation. Die Summe gibt das Sozialministerium nicht bekannt, laut Berechnungen des Gerichtspsychiaters Reinhard Haller stünde Kampusch jedoch eine Entschädigung in der Höhe von 664.900 Euro zu.

5 Kampusch kündigte an, die Matura nach zuholen. Wird sie unterrichtet?

Wiens Stadtschulrat hat für Kampusch wie angekündigt einen individuellen Bildungsplan erstellt. Derzeit würde man sich darüber mit ihren Ärzten beraten. Die zentrale Frage sei, wo Kampusch im schulischen System eingestuft werden soll. Ob das strenge Korsett der Gesetze dabei hinderlich ist? "Rechtliche Grundlagen sind dehnbar", heißt es dazu aus dem Stadtschulrat.

6 Der Täter hätte höchstens zehn Jahre Haft bekommen können. Die Politik versprach strengere Gesetze. Was wurde daraus?

Das Justizministerium hat eine Gesetzes-Verschärfung vorbereitet, die Mitte 2007 beschlossen werden soll. Wäre Wolfgang Priklopil noch am Leben, würde er wahrscheinlich wegen Freiheitsentziehung (§ 99 Strafgesetzbuch) angeklagt. Dieses Delikt ist mit Freiheitsstrafe "bis zu drei Jahren" bedroht. Wer die Freiheitsentziehung länger als einen Monat aufrecht erhält, muss mit Haft zwischen einem Jahr und zehn Jahren rechnen. An einen Täter, der die Freiheitsentziehung achteinhalb Jahre aufrecht hält, hat der Gesetzgeber nicht gedacht. Seit dem Fall Kampusch ist das anders. Für eine Gefangenschaft während eines "längeren Zeitraums", so die geplante Formulierung, soll die Höchststrafe verdoppelt werden. Fortan drohen dann also bis zu 20 Jahre Haft.

7 Wie geht es Natascha Kampusch jetzt? Wo lebt sie?

Laut Medienberater Stefan Bachleitner befinde sie sich in Therapie und lebe in einer betreuten Wohngemeinschaft. "Und selbst wenn das nicht mehr so wäre, würden wir solche Details inzwischen nicht mehr an die Öffentlichkeit weitergeben", so Bachleitner weiter.

 


 


 


 


15.11.06 18:38
 


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